Adipositas Blog

der Adipositas Stiftung Deutschland

Der Darm als Hormonlieferant

Veröffentlicht am 28. Mai 2010 von Adipositas Stiftung

cedbDie Entdeckung des Darms als “Hormonfabrik” ist ein aufregender neuer Forschungsfokus, der bahnbrechende Verbesserungen bei der Therapie von Krankheitsbildern wie Diabetes oder Adipositas verspricht.

Vergessen sind die Zeiten, als man den Darm als eine rein passive Transitzone für Verdauung und Ausscheidung betrachtete. Denn Gastroenterologen und Pharmakologen werden zunehmend auf das therapeutische Potenzial der Darmhormone sowie deren Rolle bei der Entstehung von Krankheiten aufmerksam. „Durch die Nutzung dieser biochemischen Mechanismen erschließt sich ein neuer Horizont für die pharmakologische und chirurgische Behandlung, auch wenn die Grundlagenforschung noch längst nicht abgeschlossen ist,“ erklärt der UEGF-Experte Professor Gareth Sanger (Queen Mary University of London) im Namen der European Society of Neurogastroenterology and Motility (ESNM). Als größtes endokrines Organ des Körpers setzt der Magen-Darm-Trakt eine Reihe unterschiedlicher Hormone frei. Diese regeln Nahrungsaufnahme und -verwertung im Magen-Darm-Trakt und verteidigen den Körper gegen schlechte Nahrungsgewohnheiten. Ein ganzes Spektrum an unterschiedlichen Magen- und Darmhormonen erfüllt vielfältige Aufgaben: von der Appetitanregung und -zügelung über die Freisetzung von Insulin bis hin zur Regulierung der Magen-Darm-Peristaltik, wobei die Entleerung des Magens beschleunigt oder gebremst werden kann.

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10. Förderpreis der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“

Veröffentlicht am 7. Dezember 2009 von Adipositas Stiftung

Bild (v.l.n.r.): Dr. Berndt von Stritzky, sanofi-aventis; Dr. Regina Pfeiffer, sanofi-aventis; Dr. Tobias Geisler, Tübingen; Prof. Diethelm Tschöpe, Bad Oeynhausen

Bild (v.l.n.r.): Dr. Berndt von Stritzky, sanofi-aventis; Dr. Regina Pfeiffer, sanofi-aventis; Dr. Tobias Geisler, Tübingen; Prof. Diethelm Tschöpe, Bad Oeynhausen

Der Kardiologe Dr. Tobias Geisler, Universitätsklinkum Tübingen, erhielt den diesjährigen Förderpreis der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“. Der von sanofi-aventis zum zehnten Mal gestiftete Preis in Höhe von 10.000 Euro wurde im Rahmen der IX. Jahrestagung der Stiftung von Dr. med. Berndt von Stritzky, Medical Director Metabolism, in Berlin überreicht. Die Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass zur Verbesserung der kardiovaskulären Prognose des interventionell behandelten Typ-2-Diabetikers kombinierte Therapieansätze von Bedeutung sind, um inflammatorische Prozesse zu hemmen und die glykämische Stoffwechsellage sowie die Thrombozytenaggregationshemmung zu optimieren.
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Studienteilnehmer gesucht: Erwartungen zur Gewichtserhaltung

Veröffentlicht am 3. Dezember 2009 von Adipositas Stiftung

webgraphNach einer Gewichtsreduktion ist die Erhaltung des Gewichts von großer Wichtigkeit. Vielen Menschen gelingt es, ihr Gewicht zu reduzieren. Allerdings gelingt es nicht allen, das reduzierte Gewicht langfristig zu halten, und oft wird das verlorene Gewicht wieder erreicht oder überschritten („JoJo- Effekt“).
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Diabetes und Schlafapnoe schadet dem Herzen

Veröffentlicht am 13. November 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

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In jeder diabetologischen Praxis sollte nach nächtlichem Schnarchen und dem Auftreten von Tagesmüdigkeit geforscht werden, weil die Koinzidenz von Übergewicht, kardialen Herzerkrankungen und Schlafapnoesyndrom bei Diabetikern enorm hoch ist. Zur Therapie dieser Komorbiditäten ist die Gewichtsreduktion oberstes Ziel und nachweislich erfolgreich.

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DGHO beruhigt: keine Steigerung des Krebsrisikos durch Insulin Lantus®

Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

sugarmountainDer Vorsitzende der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V., Professor Gerhard Ehninger, hat im Zusammenhang mit Berichten über ein möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko durch das Insulin Lantus® (Inhaltsstoff Glargin) vor Panikmache gewarnt. „Patienten, die damit behandelt werden, können sicher sein und sollten unbedingt bei der Therapie bleiben“, sagte der Internist und Onkologe. Eine Umstellung berge große Risiken, warnte Ehninger in Berlin und kritisierte den Mitautor der deutschen Studie, Professor Peter Sawicki, als „Taschentrick-Spieler“.

Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), bediene sich eines „üblen Taschenspielertricks“, um seine Verteufelung eines Medikamentes zu untermauern. Das IQWiG spricht sich seit Jahren gegen künstliche Insuline aus, die auch teurer sind als Humaninsulin.

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Mit Schokolade dem Zelltod vorbeugen

Veröffentlicht am 16. Juli 2009 von Richard Kessing

schoki_nWenn wir laufen, atmen, beim Sonnenbaden im Schwimmbad, insbesondere aber unter Stress,  entstehen in unserem Körper so genannte freie Radikale. Dies sind aggressive Verbindungen, die unsere Zellen schädigen. Normalerweise kann der Organismus mit diesen Stoffen gut fertig werden, entstehen freie Radikale aber im Übermaß, wirken sie schädigend. Antioxidantien helfen dabei, mit freien Radikalen fertig zu werden, indem sie diese neutralisieren und unschädlich machen.

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Die diabetischen Folgeschäden

Veröffentlicht am 7. Juli 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

glukoDie diabetischen Folgeschäden hängen eng mit der unterschiedlichen Qualität der Glukoseeinstellung zusammen. Zurückgeführt wird dies auf den sogenannten legacy effect, der ein zelluläres Gedächtnis beschreibt, das jeden zu hohen oder erniedrigten Zuckerwert im Blut registriert. Die Summe und die Zeitdauer der gemerkten Stoffwechselschwankungen spielen eine wichtige Rolle für die Entstehung diabetischer Folgekomplikationen.
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Insulin Glargin und Krebs? Das vorgezogene Sommerloch-Thema?

Veröffentlicht am 6. Juli 2009 von Prof. Dr. Stephan Jacob

micros_nSeit ein paar Tagen stehen die Telefone nicht still, täglich kommen zig Emails und täglich brauche ich länger als eine Stunde, um beängstigte Patienten zu beruhigen!

Sowohl Lantus®-Behandelte als auch die „anderen“ wollen wissen, ob sie nun nicht doch gefährdet sind und ob es nicht besser sei, lieber höheren Zucker zu haben und dafür keinen Krebs … und dass man ja nicht mehr weiß, wem man glauben soll, und ich höre immer wieder – vielleicht nehme ich es auch etwas übertrieben wahr – den latenten Vorwurf, wir Ärzte seien doch nicht immer auf der Seite der Patienten, weil die Macht und der Einfluss der Pharmaindustrie zu viel ist… etc.

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Wissenschaft belegt Reduktion von Hypoglykämien

Veröffentlicht am 3. Juli 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

studyNur die effektive und frühzeitige Therapie eines Typ-2-Diabetes kann mikro- und makrovaskuläre Komplikationen verhindern, wie zahlreiche Präventions- und Interventionsstudien zeigen. Der Erfolg der frühen Intervention beruht auf dem metabolischen Gedächtnis der Zellen, die jede Blutzucker- und HbA1c-Abweichung registrieren.
Für dieses metabolische Gedächtnis sprechen die Daten des 10-Jahres-Follow-up der UKPD-Studie, sagte Professorin Petra-Maria Schumm-Draeger anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin. Vor allem darf der HbA1c-Wert nicht ansteigen und sollte konstant und dauerhaft auf einen Zielwert von 6,5 Prozent mit einem Nüchternblutzucker unter 110 mg/dl normalisiert werden.
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Think big!

Veröffentlicht am 28. Mai 2009 von Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG)

Plädoyer gegen eine Politik der kleinen Schritte im Kampf gegen die weltweite Adipositasepidemie

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Instituts der Lebensmitteltechnologen der Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung und des Internationalen Rates für Lebensmittelinformation schlägt zur Lösung des weltweiten Adipositasproblems einen globalisierten „Ansatz der kleinen Schritte“ vor. Da die Adipositasraten weltweit auf Grund langsamer Gewichtszunahmen in den meisten Populationen zunehmen und bisherige Versuche, über Lebensstiländerungen eine Abnahme herbeizuführen, erfolglos geblieben seien, so die Arbeitsgruppe, sollte derzeit eine Gewichtsabnahme nicht weiter angestrebt werden. Als Alternative schlägt die Arbeitsgruppe vor, nur kleine Veränderungen in der Nahrungszufuhr und der körperlichen Aktivität zu fördern, die zwar hinter den derzeitigen Empfehlungen von Experten zurückblieben, aber ausreichend sein könnten, weitere Gewichtszunahmen bei Individuen und Populationen zu vermeiden. Auf diese Weise könnten die Adipositasraten „stabilisiert“ werden und in der Folge langsam absinken.
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