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Softdrink und Fertigmahlzeit verschlechtern Lipidprofil

Veröffentlicht am 30. April 2010 von Adipositas Stiftung

limoDer dauerhafte Genuss von mit Süßungsmitteln versetzte Fertignahrungsmittel und Getränke aus industrieller Produktion führt zu ungünstigen Veränderungen der Blutfettwerte, so das Fazit einer großen amerikanischen Bevölkerungsstudie. Eine US-Forschergruppe um Dr. Miriam B. Vos aus Atlanta hat die Daten von 6.113 US-Bürgern zwischen 1999 und 2006 im Rahmen der epidemiologischen Studie NHANES ausgewertet und dabei die Korrelation zwischen Kalorienmenge und Lipidveränderungen untersucht. (Jean A. Welsh, Miriam B. Vos et al. Caloric Sweetener Consumption and Dyslipidemia Among US Adults JAMA. 2010;303(15):1490-1497.)


Dabei teilten sie die untersuchten Teilnehmer je nach Anteil zugesetzter Süßungsmittel in fünf Gruppen ein. Im Mittel erfolgte durch den Konsum von kalorischen Süßungsmitteln circa 16 Prozent der Gesamtenergieaufnahme.

In der Gruppe, in der die Energieaufnahme durch Zuckerzusätze weniger als 5 Prozent betrug, lagen das HDL-Cholesterin im Mittel bei 58,7 mg/dl und die Triglyzeride bei 105 mg/dl. Je mehr Zuckerzusätze verzehrt wurden, desto ausgeprägter war die damit korrelierte Verschlechterung speziell der HDL-, Cholesterin- und Triglyzeridwerte. So betrugen in der Gruppe mit dem höchsten Anteil an Nahrungssüßungsmittel > 25 Prozent an der Kalorienmenge, die Werte 47,7 mg/dl (HDL-Cholesterin) und 114 mg/dl (Triglyzeride). Bei Frauen, nicht aber bei Männern, wurde zudem ein Trend zu ungünstigeren LDL-Cholesterinwerten beobachtet. Nach Auffassung der Autoren führt der vermehrte Konsum gesüßter Fertignahrungsmittel und Getränke zur Erhöhung des kardiovaskulären Risikos.

Der Verzehr zuckerhaltiger Produkte, insbesondere zuckerhaltiger Getränke ist auch ein eigenständiger Risikofaktor für übermäßige Gewichtszunahme, so die Ansicht der Ernährungskommissionen der pädiatrischen Fachgesellschaften der Schweiz, Österreichs und Deutschlands.

In einer gemeinsamen Stellungnahme warnten sie schon im Jahr 2008 vor dem unbegrenzten Zugang und hohen Konsum von Fruchtsäften, Fruchtnektaren, Erfrischungsgetränken und so genannten Softdrinks bei Kindern und Jugendlichen.

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