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Zu wenig Schlaf und zuviel Stress begünstigen Gewichtszunahme

Veröffentlicht am 30. Dezember 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

tired_m_nWer zu wenig schläft, geht ein relevantes Risiko ein an Körpergewicht zuzunehmen. In großen Bevölkerungsstudien wird der Zusammenhang zwischen nächtlicher Schlafdauer und Übergewicht deutlich. Die Wahrscheinlichkeit übergewichtig oder adipös zu werden, ist nach der Hordaland Health Study bei Personen die weniger als fünf Stunden in der Nacht schlafen, fast doppelt so hoch wie bei solchen, die eine normale Zeitdauer von sieben bis acht Stunden schlafen.

Die Zeit des Schlafens ist eine Zeit relativer Inaktivität des Körpers, allerdings werden während dieser Zeit wichtige metabolische, immunologische und physiologische Funktionen reguliert.  In den modernebn Industrienationen wird aber festgestellt, dass sich die Zeit des Schlafens deutlich verkürzt, Ein- oder Durchschlafstörungen werden von etwa 25 Prozent der Deutschen geklagt und im Vergleich zur durchschnittlichen Schlafdauer  vor 20 Jahren schläft man heutzutage etwa eine Stunde weniger.

Aus reinen Beobachtungsstudien ergeben sich aber nicht die Ursachen für die Gewichtszunahme von Kurzschläfern. Daher wurde eine experimentelle Studie bei gesunden jungen Männern durchgeführt, bei denen man die Auswirkungen eines Schlafentzugs auf unterschiedliche Parameter gemessen hat. Neben dem Hungergefühl und der Nahrungsaufnahme nach einem Schlafentzug wurden auch die Hormone Leptin und Ghrelin gemessen. Leptin ist ein Hormon aus den weißen Fettzellen, das die Nahrungsaufnahme reduzier, während Ghrelin hauptsächlich im Magen produziert wird und den Appetit steigert.

Bereits nach einem einmaligen Schlafentzug konnte bei den Probanden ein verstärktes Hungergefühl am Morgen festgestellt werden, das verantwortlich für eine vermehrte Nahrungszufuhr  sein könnte. Die gemessenen Blutghrelinspiegel wurden in einer erhöhten Konzentration gemessen, während die Leptinkonzentration unverändert blieb.

Dies bestätigte sich auch bei wiederholt verkürzten nächtlichen Schlafenszeiten, indem das physiologische Verhältnis von Leptin zum Ghrelin zu Gunsten des den Hunger fördernden Ghrelins verschoben war. Es wurde bei den Versuchsteilnehmern festgestellt, dass das gespürte Hungergefühl mit der Höhe des Ghrelinspiegels korrelierte.

Diese Ergebnisse deuten auf den ursächlichen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht hin. Welche Parameter für die Reduzierung der Schlafenszeit verantwortlich sind, lässt sich jedoch aus diesen Ergebnisse nicht ableiten. Psychischer Stress und emotionale Belastungen sind bekannt dafür, dass sie den Schlaf in seiner Dauer und Qualität stören können. Wenn psychischer Stress aber negative Auswirkungen auf den Schlaf ausübt, Schlafmangel aber die Stresstoleranz für psychische und emotionale Belastungen herabsetzt, ergibt sich daraus ein Teufelskreis, der die konstante Gewichtszunahme in den modernen Industrienationen erklären könnte.

Jeder Übergewichtige/Adipöse und auch alle in die Behandlung dieses Kollektivs integrierte Therapeuten sollten berücksichtigen, dass neben einer gesunden und angemessenen Ernährung und der vermehrten körperlichen Aktivität auch das professionelle Stressmanagement und ein ausreichend langer Nachtschlaf zur Gewichtsreduktion beitragen können.

Wer zu wenig schläft, geht ein relevantes Risiko ein an Körpergewicht zuzunehmen. In großen Bevölkerungsstudien wird der Zusammenhang zwischen nächtlicher Schlafdauer und Übergewicht deutlich. Die Wahrscheinlichkeit übergewichtig oder adipös zu werden, ist nach der Hordaland Health Study bei Personen die weniger als fünf Stunden in der Nacht schlafen, fast doppelt so hoch wie bei solchen, die eine normale Zeitdauer von sieben bis acht Stunden schlafen.
Die Zeit des Schlafens ist eine Zeit relativer Inaktivität des Körpers, allerdings werden während dieser Zeit wichtige metabolische, immunologische und physiologische Funktionen reguliert.  In den modernebn Industrienationen wird aber festgestellt, dass sich die Zeit des Schlafens deutlich verkürzt, Ein- oder Durchschlafstörungen werden von etwa 25 Prozent der Deutschen geklagt und im Vergleich zur durchschnittlichen Schlafdauer  vor 20 Jahren schläft man heutzutage etwa eine Stunde weniger.
Aus reinen Beobachtungsstudien ergeben sich aber nicht die Ursachen für die Gewichtszunahme von Kurzschläfern. Daher wurde eine experimentelle Studie bei gesunden jungen Männern durchgeführt, bei denen man die Auswirkungen eines Schlafentzugs auf unterschiedliche Parameter gemessen hat. Neben dem Hungergefühl und der Nahrungsaufnahme nach einem Schlafentzug wurden auch die Hormone Leptin und Ghrelin gemessen. Leptin ist ein Hormon aus den weißen Fettzellen, das die Nahrungsaufnahme reduzier, während Ghrelin hauptsächlich im Magen produziert wird und den Appetit steigert.
Bereits nach einem einmaligen Schlafentzug konnte bei den Probanden ein verstärktes Hungergefühl am Morgen festgestellt werden, das verantwortlich für eine vermehrte Nahrungszufuhr  sein könnte. Die gemessenen Blutghrelinspiegel wurden in einer erhöhten Konzentration gemessen, während die Leptinkonzentration unverändert blieb.
Dies bestätigte sich auch bei wiederholt verkürzten nächtlichen Schlafenszeiten, indem das physiologische Verhältnis von Leptin zum Ghrelin zu Gunsten des den Hunger fördernden Ghrelins verschoben war. Es wurde bei den Versuchsteilnehmern festgestellt, dass das gespürte Hungergefühl mit der Höhe des Ghrelinspiegels korrelierte.
Diese Ergebnisse deuten auf den ursächlichen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht hin. Welche Parameter für die Reduzierung der Schlafenszeit verantwortlich sind, lässt sich jedoch aus diesen Ergebnisse nicht ableiten. Psychischer Stress und emotionale Belastungen sind bekannt dafür, dass sie den Schlaf in seiner Dauer und Qualität stören können. Wenn psychischer Stress aber negative Auswirkungen auf den Schlaf ausübt, Schlafmangel aber die Stresstoleranz für psychische und emotionale Belastungen herabsetzt, ergibt sich daraus ein Teufelskreis, der die konstante Gewichtszunahme in den modernen Industrienationen erklären könnte.
Jeder Übergewichtige/Adipöse und auch alle in die Behandlung dieses Kollektivs integrierte Therapeuten sollten berücksichtigen, dass neben einer gesunden und angemessenen Ernährung und der vermehrten körperlichen Aktivität auch das professionelle Stressmanagement und ein ausreichend langer Nachtschlaf zur Gewichtsreduktion beitragen kön

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