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Gute Vorbereitung und hoher Spaßfaktor – 10 km-Lauf der Diabetiker

Veröffentlicht am 27. August 2009 von Dr. med. Karin Wilbrand

runningTrotz Diabetes auf der Marathonstrecke in Berlin zehn Kilometer zu laufen, ist für Diabetiker eine besondere Herausforderung, die durch gute Organisation und Betreuung der Läufer zu einem Event wurde, bei dem mit viel Freude und großem Engagement enorme Leistungen erbracht wurden.

Diesen sportlichen Wettbewerb, der von der International Diabetic Athletic Association durch Ulrike Thurm organisiert wurde, stellte sie als Diabetikerin mit Sportstudium in Berlin vor. Die Auswirkungen der Erkrankung auf die Leistungsfähigkeit sind ihr bekannt aus der Zeit, bevor ihr Diabetes erkannt und behandelt wurde. „Leichtathletik war ein Studienfach, bei dem ich zusehends weniger Leistung erbrachte, Trinkmengen von bis zu 12 Litern konsumierte, gegen Gewichtsabnahme und allgemeine Schwäche kämpfte, weil diese Übungen für das Staatsexamen enorm wichtig waren“. Erst nach einer Diagnose und Einstellung des Diabetes konnte sie die erforderlichen Übungen im Staatsexamen absolvieren.


Diabetes ist zu verhindern und kann wahrscheinlich bei bis zu 50 Prozent der potentiellen Diabetiker eine Manifestation verhindern. Dazu ist eine frühzeitige Detektierung der Risikofaktoren erforderlich und eine effiziente Prävention, die durch eine Modifizierung des Lebensstils alle pathogenen Störfaktoren reguliert.

Einen Typ-2-Diabetes haben 95 Prozent aller Diabetiker, dem Übergewicht, Insulinresistenz, Glukose- und Fettstoffwechselstörungen sowie eine essentielle Hypertonie zugrunde liegen, sagte Professor Peter Schwarz vom Lehrstuhl für Prävention der Universität Dresden, der diese Form des Diabetes als Wohlstandsdiabetes apostrophierte. Eine der wesentlichen Säulen der Diabetestherapie ist daher der therapeutische Sport, der zur Gewichtsreduktion beiträgt und die Stoffwechselsituation positiv beeinflusst. Voraussetzung für ein aktives Sportlerleben mit Diabetes sind die sportmedizinische Tauglichkeit des Patienten, Kenntnis der Laborwerte, EKG und Belastungs-EKG sowie neurologische und ophthalmologische Untersuchungen, so der Präventionsmediziner im Rahmen einer Pressekonferenz, die von sanofi-aventis im Rahmen des 10 km Champion-Run während der Leichtathletik WM – Berlin 2009 realisiert wurde.

Für Frank Busemann, der nach seiner olympischen Karriere als sportlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Präventionsmedizin in Damp an der Ostsee fungiert, ist die Motivation zum Sport bei übergewichtigen Diabetikern oft schwierig. Erst wenn die Diabetiker sich und ihre Erkrankung wichtig nehmen, gelingt die Motivation zu kontinuierlichem Sport. Unterstützt durch gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe wird für Unlustgefühle kein Raum mehr gelassen, so Busemann. Eine hohe Motivation geht auch von der erschöpften Zufriedenheit nach sportlicher Anstrengung aus, und die Besonderheiten des gemeinsamen Sports liegen auch in dem Glückgefühl, das sich nach der körperlichen Leistung einstellt.

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