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Schützen Apfelsaft, Brokkoli und Hopfen vor Krebs?

Veröffentlicht am 5. März 2010 von Christine Vetter

apfelb„Fünfmal am Tag“ – das Motto ist in der Diskussion

Die Empfehlung „Fünfmal am Tag“ eine Portion Obst oder Gemüse zu verzehren, um das Krebsrisiko zu senken, wankt. Eine vorliegende epidemiologische Studie erbrachte hinsichtlich der Krebsprävention ernüchternde Ergebnisse. Dennoch existieren für einzelne Nahrungsmittel wie Apfelsaft, Brokkoli und Hopfen durchaus erstzunehmende Hinweise auf eine krebshemmende Wirksamkeit.

Durch gesunde Lebensführung ließen sich nach Schätzungen rund 40 Prozent der Krebserkrankungen vermeiden. Wichtig ist der Verzicht auf das Rauchen, das Nutzen von Impfungen gegen Hepatitis B und HPV (humanes Papilloma Virus), ausreichende körperliche Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht. Der Einfluss der Ernährung wurde aber bislang wohl überschätzt.

Die jüngsten Daten großer epidemiologischer Studien sind enttäuschend, einen klaren Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs belegen sie nicht. Damit kippt möglicherweise die Regel „Fünfmal am Tag“, nach Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Es wird eine ausgewogene, vollwertige Kost mit einem hohen Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln empfohlen. Als vorteilhaft erachten Ernährungswissenschaftler dabei nach wie vor den weitgehenden Verzicht auf rotes Fleisch (Schwein, Rind, Lamm), Fleischprodukte und Wurstwaren.

Bestimmte Obst- oder Gemüsesorten enthalten offenbar Inhaltstoffe, die durchaus zur Chemoprävention einer Krebserkrankung genutzt werden können. Ein Beispiel sind Äpfel und Apfelsaft. Es gibt aus epidemiologischen Erhebungen Hinweise darauf, dass der häufige Verzehr von Äpfeln und Apfelsaft das Risiko der Entwicklung von Darmkrebs oder auch Lungenkrebs reduziert. Zugeschrieben wird diese Wirkung den Polyphenolen, die in Äpfeln und Apfelprodukten enthalten sind. Den höchsten Anteil an Polyphenolen haben frische Äpfel, wobei Mostäpfel offenbar besser sind als Tafeläpfel. Weniger Inhaltsstoffe sind in Apfelsaft enthalten. Dabei ist frisch gepresster Apfelsaft gehaltvoller ist als Saft aus Konzentrat und trüber Apfelsaft besser als klarer Saft, so die Wissenschaftler.

Auch im Hopfen wurden mit dem Xanthohumol sekundäre Inhaltstoffe nachgewiesen, die das Krebswachstum hemmen. Der Wirkstoff hat antioxidative Effekte und kann außerdem eine Apoptose induzieren, wodurch schädigende Zellen und möglicherweise auch Krebszellen quasi in den programmierten Zelltod getrieben werden.

Über die Nahrung lässt sich die notwendige Menge des Wirkstoffs aber nicht aufnehmen und auch das Biertrinken ist keine Alternative, da man täglich mehrere hundert Liter Bier zu sich nehmen müsste. Es wird deshalb daran gearbeitet, Xanthohumol, das oral nur schwer verfügbar ist, so aufzubereiten und zu entwickeln, dass es pharmakologisch zur Prävention und möglicherweise auch zur Therapie von Krebserkrankungen nutzbar wird.

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