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Verkauf von Acomplia® vorerst ausgesetzt

Veröffentlicht am 24. Oktober 2008 von Richard Kessing

Das Arzneimittel Acomplia® mit dem Wirkstoff Rimonabant soll vorerst nicht weiter von Ärzten verordnet werden, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Mit dieser Anordnung folgt das BfArM einer Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA vom 23. Oktober, die eine Einstellung des Verkaufs des Arzneimittels europaweit gefordert hat, da nach neuerer Datenlage eien positive Nutzen- Risiko Abschätzung für das Arzneimittel nicht mehr gegeben sei. Das rezeptpflichtige Medikament wird zur Verringerung eines ernährungsbedingten Übergewichts eingesetzt. Im Zusammenhang mit der Einnahme tauchten in der letzten Zeit vermehrt Berichte über psychiatrische Nebenwirkungen wie Depressionen auf.  Die gegenwärtige Datenlage, so die EMEA, zeige, dass Patienten, die das Produkt einnehmen würden ihr individuelles Risiko eine Depression zu erleiden, verdoppeln würden. Hinzu kommt, dass die bisherige Anwendungspraxis zeige, dass die Patienten das Produkt nur kurzzeitig anwenden, was die Frage nach dem Nutzen aufwerfe. Allerdings sollten Patienten, die gegenwärtig Acomplia® einnehmen ihren behandelnden Arzt um Rat fragen, ob und wie eine Behandlung fortgeführt werden soll. Grundsätzlich, so die EMEA, ist es nicht notwendig, das Arzneimittel sofort abzusetzen.

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